Der Abbau erfolgt in mehreren Schritten
Alkohol wird überwiegend in der Leber abgebaut. Dabei entsteht zunächst Acetaldehyd und anschließend Acetat, das weiterverarbeitet werden kann. Die Zwischenprodukte und die Geschwindigkeit des Abbaus sind Teil der Erklärung dafür, warum die Folgen des Trinkens über den Abend hinausreichen.
Die Vorstellung, Alkohol ließe sich mit einem einzelnen Lebensmittel oder einer Ergänzung unmittelbar ausgleichen, greift deshalb zu kurz.
Flüssigkeit, Schlaf und Magen reagieren unterschiedlich
Alkohol kann die Urinausscheidung erhöhen, den Schlaf stören und die Magenschleimhaut reizen. Durst, Müdigkeit und Magenbeschwerden können daher verschiedene Ursachen haben. Sie lassen sich nicht alle mit einem einzigen Begriff wie „Übersäuerung“ erklären.
Auch das Gefühl, schneller einzuschlafen, sagt wenig über die Qualität der anschließenden Erholung aus.
Warum Wasser nicht den Alkoholabbau ersetzt
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Wasser macht aber den zuvor getrunkenen Alkohol nicht ungeschehen. Auch Kaffee oder eine kalte Dusche beschleunigen die Erholung des Gehirns nach Alkoholkonsum nicht.
Für Elektrolytprodukte ist keine zuverlässige Behandlung des Katers belegt. Die sinnvollste Vorbeugung liegt darin, weniger oder keinen Alkohol zu trinken.
Säure-Basen-Störungen sind eine eigene medizinische Frage
Bestimmte schwere Stoffwechselsituationen im Zusammenhang mit Alkohol können den Säure-Basen-Haushalt verändern. Das darf nicht pauschal auf ein Glas Wein oder einen gewöhnlichen Kater übertragen werden.
Bei anhaltendem Erbrechen, Verwirrtheit, Atemproblemen oder deutlicher Verschlechterung ist medizinische Hilfe nötig. Mehr zu den normalen Regulationswegen findest du unter Puffer, Atmung und Nieren.
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